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Mediation im interkulturellen Kontext

Eine ziemlich erfolgreiche Altherren-Fußballmannschaft nimmt in einer Situation, wo „Not am Manne“ ist, einen zweiten Türken in ihrem Team auf, einen „Studierten“ mit deutschem Pass und großer Fußballleidenschaft. Über mehrere Jahre trainieren und spielen sie gemeinsam, nehmen an manchem Turnier teil und holen auch den ein und anderen Pokal.

Aber sie sind nicht nur Spieler auf dem Feld, sondern gehen in kleineren Gruppen nach dem wöchentlichen Training auch gern zusammen noch auf ein Bierchen in die Kneipe, schauen die großen Fußballspiele wie WM im Fernsehen an, veranstalten mit den Familien Grillfeste und fahren auch regelmäßig in den Vereinsurlaub.
Auf einem dieser Ausflüge kommt es für den Türken plötzlich und unerwartet zu Sticheleien, Ungereimtheiten, seltsamen Begebenheiten, Spitzfindigkeiten und Anspielungen nach dem Motto: „ein Türke ist okay, aber wenn sie zu mehreren sind….“, „sie seien eine deutsche Mannschaft mit deutschen Spielern …“ und „die Türken seien schon anders...“. Das Tuscheln und Lachen hinter seinem Rücken nimmt zu. Trotz Nachfragen bei einzelnen Spielern kann er nicht die Hintergründe erforschen. Er spürt, wie die anderen in einem Block gegen ihn stehen, ihn mehr und mehr ausgrenzen und an den Geselligkeiten nicht mehr teilhaben lassen.
Beim nächsten Training kommt es zu einem bösen Foul, wo die seelische Verletzung fast schmerzlicher ist als die körperliche: niemand kümmert sich um ihn.

Die Mediation kann an diesem Punkt, wo das Abwenden von der bisher geliebten Fußball-Mannschaft nahe liegt, alle Beteiligten wieder ins Gespräch holen, den verschiedenen Positionen und Bedürfnissen Raum geben und eine Basis gemeinsam erarbeiten für ein weiteres Zusammenspielen oder für eine friedliche, einvernehmliche Trennung nach einer Aussprache.

Nach dem Motto: Nicht nur FAIR auf dem Rasen, sondern auch in der Kabine und im Leben nach dem Fußball!