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Mediation

 

  • d. h. Streitschlichtung in Konfliktsituationen z. B. Kommunikationsstörungen am Arbeitsplatz, in Ehe- und Scheidungsstreitigkeiten, unter Nachbarn bis hin zu Behinderungen in Vereinen und politischen Gruppierungen. Mediation ist eine konstruktive, gewaltfreie Konfliktlösung mit Hilfe einer neutralen, dritten Person, bei der win-win-win Ergebnisse angestrebt werden. Es gibt keine Verlierer; die Partien können nur gewinnen, denn es geht um Einsicht und nicht um Recht – Haberei.
  • Der Zusammenarbeit liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Konfliktpartner natürlich fähig sind, die für sie akzeptable Lösung gemeinsam zu finden. Dafür müssen sie wieder in ein Gespräch kommen, das konstruktiv sein muss und allen Sichtweisen und Meinungen Gehör verschafft.
  • Mediation ist in erster Linie eine verbale Methode – Sich-Mitteilen (Fakten und Gefühle) und das gegenseitige Zuhören spielen dabei eine wichtige Rolle.
  • MediatorInnen schaffen den Rahmen zur Unterstützung der Konfliktparteien, ohne selbst Vorschläge zu machen oder Partei zu ergreifen, damit die Konfliktparteien selbstverantwortlich die richtigen Konfliktpunkte herausfinden und die Lösung erarbeiten.
  • Mediation beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Daneben ist sie in der Regel schneller und preiswerter als ein Gerichtsverfahren und immer effektiver als ein kräftezehrender Konflikt.
  • Mediation ist aber auch eine andere Denkweise – eine uns oft ungewohnte Form des Reagierens. Es geht darum, verschiedene Aspekte zu betrachten, offen, ehrlich und kreativ zu sein.

In einem Gespräch z. B. an Ihrem Arbeitsplatz gebe ich Ihnen gern weitere Informationen zur Mediation und bespreche mit Ihnen gemeinsam, wie eine Mediation in Ihrem Konflikt angegangen werden könnte.

Vertraulichkeit und Über-Parteilichkeit werden zugesichert.

 

     Beispiele für den Einsatz der Mediation:

 

     Mediation am Arbeitsplatz

Da wo Menschen zusammenarbeiten, lassen sich Konflikte in der Regel nicht vermeiden. Und wenn doch versucht wird, Konflikte nicht zum Ausdruck zu bringen, geht das häufig mit hohen individuellen, aber auch sozialen "Kosten" einher. Das Arbeitsklima kann beschädigt und die Produktivität und die Arbeitsfreude können geschwächt werden. Gleichzeitig können Konflikte, die zu keiner Lösung führen, ebenfalls enorm destruktiv wirken und not-wendige Ent-Scheidungen herauszögern oder sogar verunmöglichen.

Mediation will in der Situation unterstützen.

       Mediation im Gesundheitswesen

In einem Alten- und Pflegeheim kommt es immer wieder zu Reibereien unter den BewohnerInnen, weil persönliche Dinge „verschwinden“, einige angeblich zu „dominant“ Einfluss nehmen auf die Angebote im Freizeitbereich, andere vom Personal bevorzugt oder unwürdig behandelt werden, so dass auch die Angehörigen intervenieren und sich mit Forderungen an das Personal wenden, die zudem unter ständiger Personalnot leiden – bei gleichzeitigem Kostendruck und externen Qualitätsüberprüfungen -. Eigentlich stehen alle am Rande ihrer Kapazitäten und wissen doch, dass es so nicht weitergehen kann.

Auf den verschiedenen Konfliktebenen
- zwischen den einzelnen BewohnerInnen,
- zwischen den Angehörigen und den BewohnerInnen,
- zwischen den BewohnerInnen und dem unterschiedlichen Personal,
- zwischen den Angestellten,
- zwischen den Angehörigen und den Angestellten,
- zwischen den MitarbeiterInnen und den Kontroll-Instanzen,
- etc.
könnte Mediation individuell zum Einsatz kommen, aber insgesamt als Haltung auch den Umgang miteinander fördern und die Arbeitsabläufe positiv beeinflussen.

    Mediation im Gemeinwesen

Wenn sich in einer Wohnanlage über Jahre immer wieder Streitigkeiten über das Miteinander und die zu "beachtenden Regeln" entzünden, wie z. B. über die Höhe von Hecken, Düfte und Rauchentwicklung vom Grill, Kinderrädchen auf dem Gehweg bis hin zur erwarteten "Freundlichkeit" untereinander, Gerichtsprozesse außer zu Verhärtungen der Fronten, Zeitverlust und hohem, finanziellen Aufwand nichts gebracht haben, ist vielleicht der Punkt gekommen, um einen neuen Weg einzuschlagen. 

Mediation könnte Bewegung und Veränderung in den Prozess bringen.

      Mediation in Familie und Partnerschaft

Nicht alle Familien bleiben als solche "immer und ewig" bestehen. Eine Trennung von Vertrautem ist immer ein schmerzhafter Prozess und der Aufbau eines neuen Miteinander verlangt allen Beteiligten viel Kraft ab - neben dem Willen für eine einvernehmliche Lösung. Sind die Interessen von Kindern zu berücksichtigen, ergeben sich zwangsläufig zusätzliche Verantwortungen.

Mediation eröffnet neben einem "Rosenkrieg" oder einer jahrelangen, juristischen Auseinandersetzung eine selbstverantwortliche Lösung mit Beteiligung Aller.

       Mediation im interkulturellen Kontext

Eine ziemlich erfolgreiche Altherren-Fußballmannschaft nimmt in einer Situation, wo „Not am Manne“ ist, einen zweiten Türken in ihrem Team auf, einen „Studierten“ mit deutschem Pass und großer Fußballleidenschaft. Über mehrere Jahre trainieren und spielen sie gemeinsam, nehmen an manchem Turnier teil und holen auch den ein und anderen Pokal.

Aber sie sind nicht nur Spieler auf dem Feld, sondern gehen in kleineren Gruppen nach dem wöchentlichen Training auch gern zusammen noch auf ein Bierchen in die Kneipe, schauen die großen Fußballspiele wie WM im Fernsehen an, veranstalten mit den Familien Grillfeste und fahren auch regelmäßig in den Vereinsurlaub.
Auf einem dieser Ausflüge kommt es für den Türken plötzlich und unerwartet zu Sticheleien, Ungereimtheiten, seltsamen Begebenheiten, Spitzfindigkeiten und Anspielungen nach dem Motto: „ein Türke ist okay, aber wenn sie zu mehreren sind….“, „sie seien eine deutsche Mannschaft mit deutschen Spielern …“ und „die Türken seien schon anders...“. Das Tuscheln und Lachen hinter seinem Rücken nimmt zu. Trotz Nachfragen bei einzelnen Spielern kann er nicht die Hintergründe erforschen. Er spürt, wie die anderen in einem Block gegen ihn stehen, ihn mehr und mehr ausgrenzen und an den Geselligkeiten nicht mehr teilhaben lassen.
Beim nächsten Training kommt es zu einem bösen Foul, wo die seelische Verletzung fast schmerzlicher ist als die körperliche: niemand kümmert sich um ihn.

Die Mediation kann an diesem Punkt, wo das Abwenden von der bisher geliebten Fußball-Mannschaft nahe liegt, alle Beteiligten wieder ins Gespräch holen, den verschiedenen Positionen und Bedürfnissen Raum geben und eine Basis gemeinsam erarbeiten für ein weiteres Zusammenspiel oder für eine friedliche, einvernehmliche Trennung nach einer Aussprache.

Nach dem Motto: Nicht nur FAIR auf dem Rasen, sondern auch in der Kabine und im Leben nach dem Fußball!

      Mediation in der Politik

In einem beschaulichen Kiez plant die Stadt anstelle eines schon seit Jahren leer stehenden Möbelhauses ein großes Hotel zu genehmigen. Die Anwohner und Gewerbetreibenden schließen sich zusammen und führen als Argumente gegen das Vorhaben ins Feld, dass der Verkehr durch Lieferbetriebe und Gäste zunehmen und Parkprobleme entstehen würden. Auch sei durch die Hotelgäste, einem "gehobenen Klientel", keineswegs nur ein positiver Einfluss auf die Atmosphäre im Kiez zu erwarten. Es wird von Zerstörung der gewachsenen Strukturen und Verkauf von Filetgrundstücken an ausländische Großinvestoren gesprochen anstatt von dringend benötigten Sozialeinrichtungen und Erholungsflächen.
Der Investor spricht dagegen von einer "Aufwertung" des Stadtteils und von zu erwartenden Synergieeffekten.

Mediation kann in dem Prozess die Kommunikation zwischen allen Beteiligten unterstützen und für eine sachgerechte Interessenvertretung der einzelnen Gruppen sorgen.

      Mediation im rechtlichen Kontext

Nach dem Tod der Eltern bricht zwischen den Geschwistern plötzlich und unerwartet ein heftiger Streit über das Erbe aus. Ein Anwalt wurde auch sofort eingeschaltet. Im Rahmen der Auseinandersetzungen stellte sich mehr und mehr heraus, dass es nicht nur um finanzielle Dinge geht, sondern dass offensichtlich eine Un-Gleichbehandlung durch die Eltern enorme Auswirkungen auf das Verhalten der Geschwister untereinander hatte, was in einer gerichtlichen Auseinandersetzung, die zudem jahrelang dauern wird, sicherlich unberücksichtigt und unaufgeklärt bleiben wird.

Mit der Mediation können Regelungen für die Zukunft neben der "gerechten" Aufteilung des Erbes und der Vorgehensweise getroffen werden.

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